Endlich ist sie da: Unsere Kartoffel LINDA

von Theresa Dühn, Initiatorin DIE DICKE LINDA

Fleißig: Familie, Freunde, junge Studenten - alle helfen mit, die LINDAs auf dem Acker von Bio-Bauer Klaus aus der Erde zu holen

Das wertvolle Erbstück - der Schaufelradroder - tut nach knapp 90 Jahren immer noch seinen Dienst

Endlich ist sie reif für die Ernte: Unsere Namensgeberin LINDA. Die sympathische Kartoffel hat nun bis in den September hinein Saison. Damit ist sie nicht gerade eine "Frühaufsteherin" - andere Sorten wie Rosara und Solist hat unser Bauer Klaus schon längst geerntet. Auf seinem Bio-Hof machen sich gerade alle ordentlich die Hände dreckig, um die ersten LINDAs aus der Erde zu holen.

 

Auf dem Feld wurden die Pflanzen im Frühjahr eingebracht. "'LINDA brauch's schön sandig, locker und sonnig, dann wird sie voll und trägt große Knollen", erzählt mir Klaus letztens auf dem Markt. Etwa drei Tonnen erntet er pro Jahr, auf einem 1/4 Hektar Land.

 

Zu Beginn der Erntezeit hat die junge LINDA noch eine zarte Schale und mag Sonne so gar nicht - sie wird dann schnell grün. Deshalb erntet Klaus in den ersten Wochen auch nur soviel, wie er verkauft. "Ich kann bei so übersichtlichen Mengen nicht mit großen Maschinen auf dem Feld hantieren, wie man sie von Großbauern kennt. Wir fahren mit unserem alten Schaufelradroder raus. Ein Erbstück. Den haben in den 30er Jahren noch Pferde gezogen", erklärt mir Klaus. Ein bißchen Stolz schwingt da mit. Auf die alte Technik sei wenigstens Verlass, schmunzelt er.

 

Aber nun nochmal kurz zu unserer Hauptperson: Ihr erkennt die LINDA an ihrer ovalen Form. Dick, wie unser Marktname sagt, ist sie daher eigentlich nicht wirklich. Festkochend und tiefgelb wird sie mit Quark und Leinöl zu meinem Leibgericht. Eine Lausitzer Spezialität.

 

Wir freuen uns nun also auf die ersten, dicken LINDAs von Klaus' Acker - am 1. August auf der nächsten DICKEN LINDA.

 

Übrigens: Am 26. und 27. September feiert unser Bio-Bauer Klaus auf seinem Hof in Groß Muckrow das "legendäre" Kartoffelfest. Dann wird geerntet, beisammen gesessen, abends am Lagerfeuer gesungen und gemeinsam gekocht. Wenn es warm ist, ist sogar gleich in der Nähe ein toller See zum Baden. Wir informieren euch nochmal vorher.


Weitere Verkaufsstellen: Im eigenen Bio-Laden in Beeskow bekommt man alles frisch von seinem Feld. In Berlin beliefert er auch Restaurants und kleine Bio-Läden, wie die Biosphäre in Neukölln.

 


Was macht den Lausitzer stark? Kartoffeln, Leinöl und Quark.

Zeit zum Kochen muss bleiben. Klaus (2.v.r.) mit seinen Helfern bei meinem Besuch im Oktober.


Kommentare: 0 (Diskussion geschlossen)
    Es sind noch keine Einträge vorhanden.

Vertraue dem Guten aus Deiner Region! Frisches direkt vom Hof und Handgemachtes von kleinen Herstellern.

 

DIE DICKE LINDA

Regionalmarkt am Kranoldplatz

12051 Berlin-Neukölln

 

Organisation:

diemarktplaner